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Fachkräfte aus Rumänien und Bulgarien: Was du wissen musst

24. Sept.
2 Min. Lesezeit

Rumänien ist mit Abstand das wichtigste Herkunftsland für EU-Zuwanderer nach Österreich. Über 150.000 rumänische Staatsbürger leben und arbeiten bereits in Österreich – viele davon im Handwerk, im Bau und in der Pflege. Bulgarien folgt mit deutlichem Abstand auf Platz zwei.

Das bedeutet: Netzwerke, Communities und Erfahrungswerte sind bereits vorhanden. Du kannst von dieser Infrastruktur profitieren – wenn du weißt, wie.



Rechtslage: Volle Freizügigkeit seit 2014

Seit 2014 gelten für rumänische und bulgarische Staatsbürger dieselben Regeln wie für alle EU-Bürger in Österreich: volle Arbeitnehmerfreizügigkeit. Kein Visum, keine Beschäftigungsbewilligung, keine Rot-Weiß-Rot-Karte.

  • Anmeldung bei der Gemeinde ab 3 Monaten Aufenthalt erforderlich

  • E-Card und Sozialversicherung: Standardprozess wie bei österreichischen Mitarbeitern

  • Für regulierte Berufe (Elektrotechnik, Pflege etc.): Berufsanerkennung notwendig


Qualifikation: Was du realistisch erwarten kannst

  • Handwerk: Ausbildung nach europäischen Standards – Qualität variiert je nach Spezialisierung und Region

  • Bau und Montage: Sehr starke Tradition, viele erfahrene Fachkräfte, oft mit mehrjähriger DACH-Erfahrung

  • Pflege: Solide Ausbildung, Anerkennungsverfahren für DGKP in Österreich erforderlich (4–10 Wochen)

  • Sprache: Rumänisch ist eine romanische Sprache – Rumänen lernen Deutsch oft schneller als Slawischsprachige


Was gut funktioniert

  • Bestehende rumänische Community: Neue Mitarbeiter haben oft schon Freunde oder Familie in Österreich – das erleichtert die Integration erheblich

  • Deutschkenntnisse: Häufig besser als erwartet, viele haben bereits in Deutschland oder Österreich gearbeitet

  • Arbeitsbereitschaft und Flexibilität: Hoch – österreichische Löhne sind stark attraktiv

  • Verfügbarkeit: Viele Kandidaten sind innerhalb von 2–4 Wochen einsatzbereit


Was du beachten solltest

  • Qualifikationsanerkennung für reglementierte Berufe: nicht vergessen und rechtzeitig einplanen

  • Wohnungssuche: In Ballungsräumen (Innsbruck, Wien, Salzburg) ist das der kritischste Faktor – Betriebe, die helfen, haben deutlich höhere Zusagequoten

  • Gehaltserwartungen sind gestiegen: Rumänische Fachkräfte kennen den Markt – Angebote unter KV werden abgelehnt

  • Kommunikation auf Augenhöhe: Paternalismus funktioniert nicht – respektvoller Umgang ist Voraussetzung für Bindung


Bulgarien: Ähnliches Bild, andere Stärken

  • Starke IT- und Ingenieurstradition in Bulgarien – weniger relevant für Handwerk/Pflege

  • Im Pflegebereich gut ausgebildete Kräfte verfügbar, oft mit Deutschkenntnissen

  • Kleinere Community in Österreich – weniger Netzwerk vor Ort, mehr Begleitung bei der Ankunft nötig


Fazit

Für weitere Informationen oder persönliche Unterstützung erreichst du uns direkt über unser Kontaktformular.

Für ein persönliches Gespräch oder konkrete Fragen bin ich direkt erreichbar: philipp[at]hofer-personal.at

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