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Wie du einen Handwerker in 30 Tagen einarbeitest – und nicht in 90

vor 4 Tagen
2 Min. Lesezeit

Die Kündigung in der Probezeit ist die teuerste Kündigung, die es gibt. Du hast rekrutiert, eingestellt, begonnen einzuarbeiten – und dann ist die Person wieder weg. Die Suche beginnt von vorn. In vielen Fällen liegt das nicht an der Person, sondern am Onboarding.

Ein strukturierter 30-Tage-Plan macht den Unterschied zwischen einer Einstellung, die hält, und einer, die nach der Probezeit kündigt – oder noch schlimmer: bleibt, aber nie wirklich ankommt.



Die drei häufigsten Onboarding-Fehler im Handwerk

  • Fehler 1: Am ersten Tag gibt es nichts Geplantes – der Neue steht herum

  • Fehler 2: Kein fixer Ansprechpartner – jeder erklärt alles anders

  • Fehler 3: Kein Feedback-Gespräch in den ersten vier Wochen – Probleme werden nicht sichtbar


Tag 1 – Ankommen und Orientierung

  • Empfang durch die direkte Führungskraft – nicht durch die Rezeption

  • Rundgang durch den Betrieb, alle wichtigen Bereiche und Werkzeuge zeigen

  • Teamvorstellung: Wer macht was, wer ist wofür zuständig?

  • Arbeitsplatz, Schutzausrüstung, Werkzeug vollständig vorbereitet und bereitgestellt

  • Mittagessen mit dem Team – kein Sandwich allein im Auto


Woche 1 – Verstehen wie der Laden läuft

  • Buddy-System: ein erfahrener Kollege ist fixer Ansprechpartner für alle Fragen

  • Arbeitsprozesse beobachten bevor selbst ausgeführt werden

  • Sicherheitsunterweisungen strukturiert und dokumentiert

  • Erster kurzer Check-in am Ende der Woche: Wie läuft es? Was ist unklar?


Woche 2–3 – Erste eigenständige Aufgaben

  • Schrittweise eigene Aufgaben übernehmen – mit Begleitung, nicht allein gelassen

  • Qualitätsstandards aktiv kommunizieren: Was erwarten wir? Was nicht?

  • Erste Kundenkontakte unter Begleitung

  • Regelmäßige kurze Rückmeldungen – nicht erst beim Fehler


Woche 4 – Das erste 30-Tage-Gespräch

  • Wie fühlt sich die Person im Betrieb? Kommt sie gut klar?

  • Welche Aufgaben laufen gut, was braucht noch Unterstützung?

  • Gibt es Unklarheiten bei Erwartungen oder Regeln?

  • Was wünscht sich die neue Kraft für die nächsten Monate?

Dieses Gespräch ist kein Beurteilungsgespräch – es ist ein Willkommensgespräch. Der Ton macht alles.


Wann Onboarding wirklich abgeschlossen ist

30 Tage reichen für die technische Einarbeitung. Die soziale Integration – das Gefühl, dazuzugehören – dauert länger. Plane 90-Tage- und 6-Monats-Gespräche aktiv ein. Wer nach einem halben Jahr noch nicht wirklich angekommen ist, geht oft bald.


Fazit

Für weitere Informationen oder persönliche Unterstützung erreichst du uns direkt über unser Kontaktformular.

Meld dich gerne direkt bei mir – ich helfe dir weiter: philipp[at]hofer-personal.at

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