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Employer Branding für Handwerksbetriebe: Wie ein Tiroler Installateur mehr Bewerbungen bekommt als Mercedes

  • Autorenbild: Susan
    Susan
  • 18. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Ein Installationsbetrieb aus dem Zillertal. 12 Mitarbeiter. Familiengeführt. Keine Marketingabteilung. Keine HR-Stelle. Und trotzdem: In den letzten sechs Monaten 23 Bewerbungen – darunter drei ausgezeichnete Kandidaten, von denen zwei heute fest angestellt sind.

Was haben sie gemacht? Sie haben angefangen, ehrlich zu zeigen, wer sie sind.


Was Employer Branding wirklich bedeutet

Employer Branding ist nicht eine teure Imagekampagne. Es ist die Antwort auf eine einzige Frage, die sich jeder potenzielle Bewerber stellt: Warum soll ich bei euch und nicht woanders arbeiten?

Und im Handwerk 2026 ist die Antwort auf diese Frage oft stärker als bei großen Konzernen – wenn man sie richtig kommuniziert:

  • Echte, sichtbare Arbeit mit handfastem Ergebnis am Ende des Tages

  • Direkter Kontakt zum Chef – keine anonymen Konzernstrukturen

  • Kurze Entscheidungswege und echte Mitgestaltungsmöglichkeiten

  • Lokalität und regionale Verbundenheit

  • Oft: Dienstwagen, Werkzeug gestellt, flexible Zeiteinteilung bei Projekten



Schritt 1: Das Online-Fundament – 30 Minuten pro Woche

  • Google-Unternehmensprofil: Vollständig ausfüllen, aktiv auf Bewertungen antworten – auch auf negative, das zeigt Professionalität

  • kununu-Profil: Mitarbeiter freundlich bitten, eine ehrliche Bewertung zu hinterlassen

  • Website: Karriereseite erstellen – nicht aufwendig, aber vorhanden. Ein echtes Teamfoto reicht für den Anfang.


Schritt 2: Social Media – einfacher als du denkst

Instagram, Facebook oder TikTok müssen nicht professionell produziert sein. Oft ist das Gegenteil besser. Was wirklich funktioniert:

  • Kurzes Handyvideo: Ein Tag auf der Baustelle mit Markus – 60 Sekunden, ungeschnitten

  • Vorher-Nachher-Bild: Ein fertig installiertes Badezimmer, eine neue Heizungsanlage – zeigt Stolz und Kompetenz

  • Lehrlings-Content: Der erste Tag des neuen Lehrlings, die Gesellenprüfung – Gold wert

  • Konsistenz schlägt Perfektion: Zwei Posts pro Woche über 6 Monate sind besser als zehn auf einmal


Schritt 3: Lehrlingsakquise als strategische Zukunftsinvestition

Wer heute in Lehrlinge investiert, hat in drei Jahren ausgebildete Fachkräfte, die den Betrieb kennen, lieben und nicht mehr weggehen wollen.

  • Schulpraktika aktiv anbieten und professionell begleiten

  • Auf Berufsinformationsmessen in der Region präsent sein

  • Kooperation mit lokalen HTLs und Berufsschulen in Tirol und Vorarlberg aufbauen

  • Lehrgehalt über dem KV anbieten – der Unterschied von 100–200 EUR im Monat fällt auf


Dein 30-Tage-Plan

  • Woche 1: Google-Profil und kununu vollständig ausfüllen

  • Woche 2: Karriereseite auf der Website erstellen – eine Seite reicht

  • Woche 3: Ersten Social-Media-Post veröffentlichen – Handyvideo vom Alltag

  • Woche 4: Mitarbeiter um kununu-Bewertungen bitten und nächsten Content planen


Fazit: Du hast mehr zu bieten, als du glaubst

Für weitere Informationen oder persönliche Unterstützung erreichst du uns direkt über unser Kontaktformular.

Bei Fragen oder für eine persönliche Einschätzung schreib mir einfach: philipp[at]hofer-personal.at

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