Elektriker finden 2026: Warum Inserate nicht mehr reichen
Dieser Beitrag ist für Inhaber von Elektro- und Installationsbetrieben und für Industriebetriebe, die einen Elektriker als Mitarbeiter finden wollen. Wenn du privat jemanden für die Hausinstallation suchst, hilft dir dieser Text wenig. Hier liest du, wie eng der Markt 2026 ist, warum ein Inserat allein selten reicht und womit du gute Leute gewinnst.
Das Wichtigste in Kürze
Elektroinstallateure und -monteure stehen 2026 auf der bundesweiten Mangelberufsliste. Daran ändert auch die gestiegene Arbeitslosigkeit wenig.
Die Elektriker, die du suchst, haben meistens einen Job und lesen keine Stellenanzeigen. Du erreichst sie über Direktansprache und Empfehlungen.
Wer schnell antwortet, ehrlich sagt, was er bietet, und den ersten Monat gut plant, gewinnt gute Leute und behält sie auch.
Die Lage 2026: Elektriker bleiben knapp
Die Fachkräfteverordnung 2026 legt 64 Berufe fest, die heuer in ganz Österreich als Mangelberufe gelten. Elektroinstallateure und Elektromonteure stehen dort unter Nummer 14, dazu kommen Elektromechaniker und Techniker für Starkstromtechnik. Für Fachkräfte aus Drittstaaten öffnet das den Weg über die Rot-Weiß-Rot-Karte.
In Vorarlberg waren Ende September 2026 beim AMS 11.343 Menschen arbeitslos gemeldet, um 7,4 Prozent mehr als ein Jahr davor. Auf eine offene Stelle kamen rechnerisch 3,1 Arbeitslose. Gleichzeitig verlangen rund 73 Prozent der gemeldeten Stellen mindestens einen Lehrabschluss, während 46 Prozent der Arbeitslosen nur einen Pflichtschulabschluss haben. Die zusätzlichen Arbeitslosen sind also selten die Elektriker, die dir fehlen.
In Tirol ist der Markt noch enger. Mit 4,1 Prozent hatte das Land Ende September die niedrigste Arbeitslosenquote Österreichs, beim AMS waren 7.339 sofort verfügbare Stellen gemeldet, um 6,5 Prozent mehr als im Vorjahr.
Beim Nachwuchs sieht es auf den ersten Blick gut aus. Elektrotechnik war Ende 2025 mit 9.030 Lehrlingen der häufigste Lehrberuf bei den Burschen. Insgesamt ist die Zahl der Lehrlinge in Österreich aber um 3,4 Prozent auf 102.878 gesunken, in Tirol auf 9.700 und in Vorarlberg auf 6.348.
Warum Inserate allein nicht mehr reichen
Das AMS hat 2025 österreichweit 19.628 Inserate für Elektrotechniker in der Installations- und Gebäudetechnik gezählt, davon 1.764 in Tirol und 831 in Vorarlberg. Dein Inserat ist also eines von sehr vielen, und es liest sich meistens wie alle anderen: motivierter Elektriker gesucht, gutes Betriebsklima, leistungsgerechte Bezahlung.
Das größere Problem: Ein Inserat erreicht nur Leute, die gerade aktiv suchen. Ein guter Monteur, der seit Jahren im selben Betrieb arbeitet, scrollt nicht durch Jobbörsen. Zufrieden ist er deshalb noch lange nicht, vielleicht zieht er seit Monaten auf derselben Großbaustelle Kabel oder hat jede zweite Woche Bereitschaft. Wechseln würde er, wenn ihn jemand mit dem richtigen Angebot anspricht.
Ganz weglassen solltest du das Inserat trotzdem nicht, denn dort schaut jemand nach, nachdem du ihn angesprochen hast. Schreib konkret hinein, welche Projekte ihr macht, welcher Lohn drin ist und ob das Firmenauto mit nach Hause darf.
Was Elektriker zum Wechsel bewegt
Wenn wir mit Elektrikern sprechen, die eigentlich gar nicht suchen, geht es selten nur ums Geld. Der Lohn muss passen, keine Frage. Den Ausschlag geben aber oft andere Dinge:
Die Projekte. Wer seit Jahren nur Rohinstallation macht, will vielleicht endlich an Photovoltaik, Speicher, Wallboxen oder Gebäudeautomation ran. Zeig, dass es sie bei dir gibt.
Das Firmenauto. Ein gut ausgestattetes Fahrzeug, das abends mit nach Hause darf, spart Zeit und ist für viele ein echtes Argument.
Die Arbeitszeit. Planbare Tage, ein kurzer Freitag, eine fair geregelte Bereitschaft und Zeitausgleich statt endloser Überstunden.
Weiterbildung. Kurse zu KNX, Photovoltaik oder Netzwerktechnik und Unterstützung bei der Meisterprüfung zeigen, dass du langfristig mit jemandem planst.
Wertschätzung im Alltag. Das Material ist da, wenn es gebraucht wird, das Werkzeug taugt, und der Chef hört zu, wenn der Monteur einen Vorschlag hat. Fehlt es, ist das oft der Grund, warum jemand geht.
Schreib dir für deinen Betrieb auf, was davon du wirklich bietest. Genau das gehört ins Inserat und in jedes erste Gespräch.
Direktansprache: So erreichst du die, die nicht suchen
Gute Kandidaten findest du oft im eigenen Umfeld. Frag dein Team, wen sie aus der Berufsschule, vom Verein oder von früheren Baustellen kennen, und zahl für eine erfolgreiche Empfehlung eine Prämie. Ehemalige Lehrlinge, die nach der Lehre gewechselt haben, sind einen Anruf wert.
Wenn du jemanden ansprichst, halte es kurz: wer du bist, was ihr macht, warum du gerade ihn ansprichst, und ein Vorschlag für ein unverbindliches Telefonat.
Direktansprache kostet Zeit, und die fehlt den meisten Inhabern. Für uns ist sie Alltag: Wir sprechen Elektriker in Österreich, der Ostschweiz und Süddeutschland direkt an, auch jene, die nie auf ein Inserat reagieren würden. Bei der Vermittlung zahlst du nur bei Erfolg. Mehr dazu findest du auf unserer Seite zur Personalvermittlung Elektro.
Das 60-Sekunden-Prinzip: Schnell sein gewinnt
Ein Elektriker, der sich bei dir meldet, hat meistens noch andere Optionen. Jeder Tag ohne Antwort ist ein Tag, an dem ein anderer Betrieb anruft. Wir arbeiten deshalb nach dem 60-Sekunden-Prinzip: Eine Bewerbung darf nicht länger dauern als eine Minute. Name, Telefonnummer, Beruf, fertig. Unser eigenes Bewerbungsformular funktioniert genau so. Für deinen Betrieb heißt das:
Kein Anschreiben verlangen. Den Lebenslauf kann man nachreichen, das Wichtige klärst du am Telefon.
Am selben Tag zurückrufen, spätestens am nächsten. Ein kurzes Telefonat sagt mehr als jede Unterlage.
Das Gespräch innerhalb einer Woche ansetzen, ruhig am Abend oder in der Werkstatt. Wer fest im Job ist, kann nicht einfach am Dienstagvormittag weg.
Rasch und schriftlich zusagen. Lohn, Auto, Arbeitszeit und Starttermin gehören auf ein Blatt Papier, damit nichts offenbleibt.
Die Probezeit gut gestalten
In Österreich darf die Probezeit für Arbeiter und Angestellte höchstens einen Monat dauern, bei Lehrlingen sind es drei Monate. In dieser Zeit können beide Seiten das Arbeitsverhältnis jederzeit ohne Angabe von Gründen beenden. Der erste Monat entscheidet also auch darüber, ob dein neuer Elektriker bleiben will.
Am ersten Tag ist alles bereit: Auto, Werkzeug, Arbeitskleidung, Handy und Zugänge.
Ein fixer Ansprechpartner, am besten ein erfahrener Obermonteur, nimmt ihn die ersten Wochen mit auf die Baustelle.
Nach zwei Wochen gibt es ein kurzes Gespräch: Was läuft gut, was fehlt?
Vor Ende des Monats folgt ein ehrliches Feedback in beide Richtungen und ein klares Signal, wie es weitergeht.
Wie du neue Handwerker schnell einarbeitest, liest du im Beitrag Wie du einen Handwerker in 30 Tagen einarbeitest. Und wenn du dir vorher ein Bild machen willst: In Österreich bieten wir auch Überlassung an, außer für Bauberufe. Dann heißt es erst kennenlernen und später fix übernehmen.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, einen Elektriker zu finden?
Das hängt von Region, Spezialisierung und deinem Angebot ab. Wer nur inseriert, wartet oft mehrere Monate. Mit Direktansprache erreichst du auch Elektriker, die nicht aktiv suchen, und kommst in der Regel schneller zu passenden Gesprächen.
Was kostet es, einen Elektriker über Hofer Personal zu finden?
Bei der Personalvermittlung zahlst du nur bei Erfolg, also erst dann, wenn du jemanden einstellst. Wie hoch das Honorar ist, bekommst du schriftlich, bevor wir mit der Suche starten.
Was ist der Unterschied zwischen Vermittlung und Überlassung?
Bei der Vermittlung stellst du den Elektriker direkt in deinem Betrieb an. Bei der Überlassung ist er zuerst bei uns angestellt und arbeitet bei dir, später kannst du ihn fix übernehmen. Überlassung bieten wir nur in Österreich und nicht für Bauberufe an, in Deutschland vermitteln wir ausschließlich.
Kann ich auch Elektriker aus dem Ausland einstellen?
Ja. Fachkräfte aus der EU, dem EWR und der Schweiz brauchen keine Arbeitsbewilligung. Für Elektriker aus Drittstaaten gibt es die Rot-Weiß-Rot-Karte, weil Elektroinstallateure 2026 ein Mangelberuf sind.
Fazit: Elektriker findest du nur, wenn du aktiv suchst
Elektriker bleiben 2026 knapp, in Vorarlberg genauso wie in Tirol. Ein gutes Inserat ist die Grundlage, die Leute gewinnst du aber über Direktansprache, schnelle Antworten und einen ersten Monat, in dem sich jemand willkommen fühlt.
Du willst das konkret für deinen Betrieb angehen? Schreib uns an office@hofer-personal.at. Betriebe bekommen von uns innerhalb von 24 Stunden eine Antwort.
Quellen
AMS Vorarlberg, Arbeitsmarktdaten Ende September 2026, berichtet von VOL.AT am 1. Oktober 2026
Land Tirol: Arbeitsmarkt September 2026, Pressemeldung vom 1. Oktober 2026
WKO Statistik: Lehrlinge in Österreich 2025, Stichtag 31.12.2025 (PDF)
AMS JobBarometer: ElektrotechnikerIn für Installations- und Gebäudetechnik




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