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Fachkräfte aus Kroatien und Bosnien: Was du wissen musst

  • Autorenbild: Jane
    Jane
  • 9. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Kroatien und Bosnien-Herzegowina liegen geografisch nahe beieinander – rechtlich liegen sie Welten auseinander. Kroatien ist seit 2013 EU-Mitglied, Bosnien nicht. Das entscheidet, welcher Weg für dich der richtige ist.



Kroatien: EU-Freizügigkeit – einfach und schnell

Kroatische Staatsbürger genießen seit 2013 volle Arbeitnehmerfreizügigkeit in Österreich. Kein Visum, keine Beschäftigungsbewilligung, kein Sonderverfahren. Du stellst sie an wie jeden österreichischen Mitarbeiter.

  • Anmeldung: Standard-Sozialversicherung und Lohnsteuer

  • Qualifikationsanerkennung: Für reglementierte Berufe (Elektro, Pflege) erforderlich – Dauer 4–10 Wochen

  • Deutschkenntnisse: Variieren – viele haben durch Tourismus-Nähe gute Grundkenntnisse

  • Verfügbarkeit: Oft in 3–5 Wochen einsatzbereit

  • Community: Kroatische Community in Österreich gut etabliert – erleichtert Integration


Qualifikation kroatischer Fachkräfte: Was du erwarten kannst

  • Handwerk: Solide Ausbildung nach europäischen Standards, viele mit DACH-Erfahrung

  • Bau und Montage: Sehr starke Tradition, viel Praxiserfahrung

  • Pflege: Gute Grundausbildung, Anerkennungsverfahren für DGKP erforderlich

  • Tourismus-Erfahrung: Viele sprechen gut Deutsch oder Englisch durch Jobs im Tourismus


Bosnien: Nicht-EU – aufwendiger, aber machbar

Für bosnische Staatsbürger gilt dasselbe wie für andere Nicht-EU-Bürger: Die Rot-Weiß-Rot-Karte ist der wichtigste Aufenthalts- und Arbeitstitel. Für Mangelberufe gibt es eine vereinfachte Kategorie.

  • Mangelberufsliste 2026: Elektriker, Installateure, Schweißer, Pflegekräfte sind enthalten

  • Voraussetzung: Gesicherter Arbeitsplatz in Österreich – Arbeitsvertrag oder verbindliche Zusage

  • Antragstellung: Österreichische Botschaft in Sarajevo + AMS-Bestätigung

  • Gesamtdauer: Realistisch 12–18 Wochen von Erstgespräch bis Dienstantritt


Was beide Länder gemeinsam haben

  • Kulturelle Nähe zu Österreich: Historisch gewachsene Verbindungen, oft unkomplizierte Integration

  • Arbeitsmotivation: Österreichische Löhne sind sehr attraktiv – hohe Einsatzbereitschaft

  • Wohnungsfrage: Kritischster Faktor – Betriebe die bei Unterkunft helfen, haben deutlich bessere Zusagequoten

  • Sprachentwicklung: Bosnisch und Kroatisch sind verwandte Sprachen – Deutschlernen fällt oft leichter als erwartet


Worauf du besonders achten solltest

  • Qualifikationsanerkennung immer vorab klären – nicht erst nach Anreise

  • Für bosnische Kräfte: Botschaftstermine in Sarajevo sind oft mehrere Wochen im Voraus ausgebucht – früh planen

  • Integration aktiv gestalten: Unterkunft, Buddy-System, Deutschkurs in der Arbeitszeit


Fazit

Kroatien ist die schnelle, unkomplizierte EU-Option. Bosnien braucht mehr Vorlauf, bietet aber ein großes und erfahrenes Reservoir an Fachkräften. Wir begleiten beide Wege vollständig.

Für weitere Informationen oder persönliche Unterstützung erreichst du uns direkt über unser Kontaktformular.

Hast du noch Fragen? Ich freue mich auf deine Nachricht: philipp[at]hofer-personal.at

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