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Pflege & Medizin

Betriebliche Gesundheitsförderung als Recruiting-Tool in der Pflege

Pflegekräfte arbeiten körperlich und emotional belastend. Das weiß jede Pflegekraft – und jede Pflegekraft weiß auch, in welchen Häusern darauf Rücksicht genommen wird und in welchen nicht. Genau das macht betriebliche Gesundheitsförderung zu einem der mächtigsten Recruiting-Signale in deiner Branche.

Kein buntes Plakat im Pausenraum. Keine einmalige Rückenmassage. Sondern eine ehrliche, strukturierte Antwort auf die Frage: Wie schützen wir unsere Mitarbeiter vor dem Ausbrennen?

Was Pflegekräfte bei der Jobwahl beobachten

  • Gibt es Ruheräume – und werden sie wirklich genutzt?
  • Wie wird mit krankheitsbedingten Ausfällen umgegangen? (Telefondruck vs. echte Entlastung)
  • Gibt es Supervision oder Fallbesprechungen für emotional schwere Situationen?
  • Wird Überstundenausgleich wirklich gewährt oder nur versprochen?
  • Hat das Haus einen Betriebsarzt oder psychologische Unterstützungsangebote?
Betriebliche Gesundheitsförderung als Recruiting-Tool in der Pflege

Konkrete Maßnahmen mit hoher Wirkung

  • Regelmäßige Supervision: monatlich, extern – Kosten ca. 200–400 EUR pro Gruppe
  • Ergonomie-Schulungen: Hebetechniken, Schuhwerk, Hilfsmittelnutzung – meist förderfähig
  • Digitale Dienstplantools, die Wunschzeiten strukturiert abfragen
  • Betriebliche Krankenversicherung oder Gesundheitsbonus (bis zu 300 EUR/Jahr steuerfrei)
  • Gemeinsame Bewegungsangebote – auch 10 Minuten Yoga vor dem Dienst haben Wirkung

Was in Österreich gefördert wird

Das österreichische Betriebliche Gesundheitsförderungs-Programm (BGF) fördert Maßnahmen gezielt. Das Netzwerk Betriebliche Gesundheitsförderung Austria (BGF Austria) bietet kostenlose Erstberatung. Viele Maßnahmen sind zu 50–100 Prozent förderfähig – die wenigsten Betriebe wissen das.

  • Beratung und Analyse: oft vollständig gefördert
  • Umsetzungsmaßnahmen: bis zu 50 Prozent Förderung möglich
  • Qualitätszertifikat BGF: starkes Signal für Bewerber und Öffentlichkeit

Wie du Gesundheitsförderung als Recruiting-Signal nutzt

  • Auf der Karriereseite konkret benennen: nicht 'wir schätzen Gesundheit', sondern 'wir haben monatliche Supervision, Ergonomie-Coaching und eine betriebliche KV'
  • In Stellenanzeigen einen Punkt 'Was wir für dich tun' einbauen – mit echten Maßnahmen
  • kununu und Google: gezielt auf Gesundheitsthemen eingehen wenn Mitarbeiter Bewertungen schreiben
  • Bei Bewerbungsgesprächen aktiv ansprechen: 'Was ist dir bei der Gesundheit am Arbeitsplatz wichtig?'

Fazit

Für weitere Informationen oder persönliche Unterstützung erreichst du uns direkt über unser Kontaktformular.

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Du möchtest das konkret für deinen Betrieb angehen? Schreib mir einfach: philipp[at]hofer-personal.at

Kategorie: Pflege & MedizinRecruiting & Personalsuche

Philipp Hofer sitzt lächelnd auf einer Treppe

Geschrieben von

Philipp Hofer & Team

Philipp Hofer ist Gründer von Hofer Personal. Gemeinsam mit unserem Team begleiten wir KMU in Österreich, der Ostschweiz und Süddeutschland bei der Personalsuche und der Unternehmensnachfolge – mit 32 Jahren Erfahrung und im Schnitt über 250 Vermittlungen pro Jahr.

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