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Betriebliche Gesundheitsförderung als Recruiting-Tool in der Pflege

vor 4 Tagen
2 Min. Lesezeit

Pflegekräfte arbeiten körperlich und emotional belastend. Das weiß jede Pflegekraft – und jede Pflegekraft weiß auch, in welchen Häusern darauf Rücksicht genommen wird und in welchen nicht. Genau das macht betriebliche Gesundheitsförderung zu einem der mächtigsten Recruiting-Signale in deiner Branche.

Kein buntes Plakat im Pausenraum. Keine einmalige Rückenmassage. Sondern eine ehrliche, strukturierte Antwort auf die Frage: Wie schützen wir unsere Mitarbeiter vor dem Ausbrennen?


Was Pflegekräfte bei der Jobwahl beobachten

  • Gibt es Ruheräume – und werden sie wirklich genutzt?

  • Wie wird mit krankheitsbedingten Ausfällen umgegangen? (Telefondruck vs. echte Entlastung)

  • Gibt es Supervision oder Fallbesprechungen für emotional schwere Situationen?

  • Wird Überstundenausgleich wirklich gewährt oder nur versprochen?

  • Hat das Haus einen Betriebsarzt oder psychologische Unterstützungsangebote?



Konkrete Maßnahmen mit hoher Wirkung

  • Regelmäßige Supervision: monatlich, extern – Kosten ca. 200–400 EUR pro Gruppe

  • Ergonomie-Schulungen: Hebetechniken, Schuhwerk, Hilfsmittelnutzung – meist förderfähig

  • Digitale Dienstplantools, die Wunschzeiten strukturiert abfragen

  • Betriebliche Krankenversicherung oder Gesundheitsbonus (ab 300 EUR/Jahr steuerfrei)

  • Gemeinsame Bewegungsangebote – auch 10 Minuten Yoga vor dem Dienst haben Wirkung


Was in Österreich gefördert wird

Das österreichische Betriebliche Gesundheitsförderungs-Programm (BGF) fördert Maßnahmen gezielt. Das Netzwerk Betriebliche Gesundheitsförderung Austria (BGF Austria) bietet kostenlose Erstberatung. Viele Maßnahmen sind zu 50–100 Prozent förderfähig – die wenigsten Betriebe wissen das.

  • Beratung und Analyse: oft vollständig gefördert

  • Umsetzungsmaßnahmen: bis zu 50 Prozent Förderung möglich

  • Qualitätszertifikat BGF: starkes Signal für Bewerber und Öffentlichkeit


Wie du Gesundheitsförderung als Recruiting-Signal nutzt

  • Auf der Karriereseite konkret benennen: nicht 'wir schätzen Gesundheit', sondern 'wir haben monatliche Supervision, Ergonomie-Coaching und eine betriebliche KV'

  • In Stellenanzeigen einen Punkt 'Was wir für dich tun' einbauen – mit echten Maßnahmen

  • kununu und Google: gezielt auf Gesundheitsthemen eingehen wenn Mitarbeiter Bewertungen schreiben

  • Bei Bewerbungsgesprächen aktiv ansprechen: 'Was ist dir bei der Gesundheit am Arbeitsplatz wichtig?'


Fazit

Für weitere Informationen oder persönliche Unterstützung erreichst du uns direkt über unser Kontaktformular.

Du möchtest das konkret für deinen Betrieb angehen? Schreib mir einfach: philipp[at]hofer-personal.at

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